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Richard Deacon

Austellungsansicht Skulpturenhalle, 2016

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Richard Deacon

Austellungsansicht Skulpturenhalle, 2016

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Flat #1", 2014

Keramikglasur auf dunklem Ton, 14,5 x 80 x 79,5 cm

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Flat #26", 2015

Keramikglasur auf rotem Ton, 11,5 x 103,5 x 71 cm

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Flat #20", 2015

Keramikglasur auf weißem Ton, 8 x 111,5 x 82 cm

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Flat #22", 2015

Keramikglasur auf rotem Ton, 7,5 x 116 x 83 cm

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Assembly Models", 2008

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Assembly Model #2", 2008

Stahl, verzinkt, 46 x 72 x 57 cm

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

"Under The Weather", 2016

Lithografie von zwei Steinen auf Zerkall-Bütten 210 g/m², Blattmaß 51 x 61,5 cm

Photo: Werner J. Hannappel

Modelle, 1988–2013

Foto: Nic Tenwiggenhorn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Second Model for "MOOR", 1990

Sperrholz, Bolzen, 52 x 247 x 33,5 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "IMMA", Dublin, 1995 (Detail)

Epoxydharz, Polyurethanschaum, Holz, MDF, 40 x 20 x 92 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Another Mountain", 2007

Stahl, 44 x 60 x 59 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Congregate", 2010

Edelstahl, gesandstrahlt, 36 x 99 x 48 cm

Foto: Ken Adlard

Second Model for "Ebbsfleet", 2008

Polyurethanschaum, Füllmasse, Bambus Sticks, 50 x 40 x 31 cm

Foto: Ken Adlard

Third Model for "Ebbsfleet", 2008

Kunsstoff, Metallbolzen, 50 x 40 x 31 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Nobody Here But Us",1990

Holz, Pappe, 55 x 92 x 55 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Not Out Of The Woods Yet", 2002

Holz, MDF, 22 x 54 x 43 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Footfall", 2013

Edelstahl, 42 x 37 x 28 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "ISLAND", 1989

MDF, Farbe, 32 x 45 x 21 cm

Foto: Ken Adlard

Second Model for "Nothing Is Forbidden", 1994

Sperrholz, MDF, 25,8 x 32,5 x 11,5 cm

Foto: Ken Adlard

Second Model for "Struck Dumb", 1988

MDF, Epoxydharz, 15 x 38 x 26 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "One is Asleep, One is Awake", 1996

MDF, Gips, Holz, 44,9 x 33,3 x 8,2 cm

Foto: Ken Adlard

Second Model for "After", 1997

Holz, MDF, 95 x 29 x 5 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Masters Of The Universe: Screen Version", 2005

Stahl, 23 x 50 x 27 cm

Foto: Ken Adlard

Model for "Substance", 1992

MDF und Schrauben, 7,5 x 42 x 25 cm

Foto: Ken Adlard

Model #3 for "Laocoon", 1995

MDF und Bolzen, 42 x 35 x 33 cm

Foto: Ken Adlard

Richard Deacon

„Under The Weather“

04.09.2016 – 18.12.2016
Kuratiert von Dieter Schwarz

Under the Weather heißt Richard Deacons Ausstellung in der Skulpturenhalle, zeitgleich mit einer Übersicht über sein Schaffen im letzten Jahrzehnt in der benachbarten Langen Foundation. Wetterfühligkeit oder angeschlagenes Befinden bezeichnet dieser Ausdruck. Dem Wetter ausgesetzt sind Deacons neue Keramikarbeiten, die Flats, in der Tat, denn sie liegen Sonne und Regen ausgesetzt am Boden und sind mit den Schauseiten himmelwärts gerichtet.

Eigentlich gehen diese Werke von Sockeln aus, doch statt einer Skulptur zu dienen, geben die Sockel mit ihren farbig glasierten Oberflächen sich selbst zu sehen. Im Grunde sind die Flats nichts anderes als Bilder, die statt der Wand den Boden als Träger haben. Deacon ist kein Maler, und deshalb folgte die Bemalung der Flats nicht einer Komposition. Er ist fasziniert vom Arbeitsprozess, den Veränderungen der Farben beim Brennen, vom Wechsel von bewusster Steuerung und Zufall, der die überraschenden Effekte der Glasur bestimmt.

Dazwischen stehen die Customs, vertikale Skulpturen aus miteinander verbundenen Metallröhren. Aus einer Standardform setzte Deacon wechselnde Konfigurationen zusammen. Man geht den schwellenden und zurücktretenden Formen entlang und erfährt dabei die Präsenz der Skulptur, wie sie Raum verdrängt und dann wieder Raum umfängt. Zugleich scheinen sich die aufwendig geschliffenen, im Licht schimmernden Oberflächen mit jedem Schritt des Betrachters zu verändern.

Schließlich sind da die Modelle. Deacon entwickelt manche Skulpturen anhand von Modellen, um etwas über die Möglichkeiten einer Form und über ihre Umsetzung zu erfahren. Eine Auswahl von Modellen für Skulpturen unterschiedlichen Formats ist auf Regalen präsentiert. In den intimen Raum im Zentrum der Ausstellungshalle hat Deacon Modelle für die Assemblies-Keramiken gesetzt. Die Assemblies sind freie und doch geordnete Versammlungen aus unterschiedlich geformten Teilen – ein passendes Bild für die Skulptur, aber auch für andere Zusammenhänge.

Dieter Schwarz