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Michel Sauer

Arten von Ursachen

23.08.2026 – 07.03.2027

Die intensive Beobachtung von Umgebung, vorhandenen Gegenständen und allem, was man erleben kann, entspricht dem ständigen Anlass und grundlegenden Material für das künstlerische Denken und Handeln.

In diesem plastischen Werk geht es um die Sprache der Dinge, um deren Material und Beschaffenheit, Maßstab und Geschichte. Sie weckt die Erinnerungen und setzt Reflexionen in Gang. Die charakteristischen Merkmale der Dinge, Stabilität und Mobilität, innere Struktur und Oberflächen sind scheinbar unbegrenzt möglich. Während ihr Inhalt gänzlich unerklärlich bleibt und immer Fragen stellen kann.

Die Einordnung und Orientierung der Wahrnehmungen sind Passagen der Gegebenheit von Raum und Zeit sowie im Abgleichen mit dem, was man wissen kann, und im Schürfergebnis aus dem Unbekannten. – Weil die Dinge sind, wie sie sind, beginnt damit ursächlich eine Erzählung, die sowohl Künstler als auch Beobachter erfinden.

Da es sich bei all dem um ein Verhältnis von Innen und Außen handelt, wirken Inspiration und Motivation mit gleichzeitigen Kräften. Das Gelingen soll aus dem Aufwand kein extra Thema machen, das Schöne hat am Ende viele Seiten. Der einmal entschiedene Zustand hält die fraglichen Anfänge und Stadien der Entwicklung wie ein Mirakel schließlich zusammen in einer geltenden Fassung, die selbstredend alles der weiteren Betrachtung überlässt und die Betrachter vom Verstehen befreit.

Als Dinge in bildhafter Sprache bleiben sie in der Gegenwart vor den Blicken als präzise Begrifflichkeit vorhanden. Auch wenn alles besprochen, geschrieben und von vielen geteilt worden ist, behauptet sich faktisch ihre autonome Präsenz unangetastet von den Einschätzungen.

Diese Übergangseigenschaft eignet vor allem den dreidimensionalen Objekten und ihren Werkzeugen; sie vereinen Ort und Aura, indem sie über die Zeiträume erkennen lassen, wie weit Nähe und Distanz inhaltlich wertvoll sein können.

M.S.