D
E

Turf Line, 1990

Torf aus Somerset, 140 x 1280 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Simple Twist of Fate, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 2 Teile, 248.5 x 242.5 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Fingers on Fire, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 2 Teile, 248.5 x 242.5 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Basalt Ellipse, 2000

Basalt, 696 x 280 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Rhine Driftwood Line, 2001

Treibholz aus dem Rhein, 500 x 1000 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Guitars, Cadillacs, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 2 Teile, 232 x 209 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Rhine Driftwood Line, 2001

Treibholz aus dem Rhein, 500 x 1000 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

In My Hour of Darkness, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 3 Teile, 239.5 x 349.5 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Black Mountain Rag, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 3 Teile, 239.5 x 349.5 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Flint Wheel, 2018

Feuerstein, Ø 550cm

Lisson Gallery, London, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Love Minus Zero/No Limit, 2014

Carborundum-Technik auf Papier, 2 Teile, 121.5 x 388 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Speed of the Sound of Loneliness, 2014

Carborundum-Technik auf Papier, 2 Teile, 121.5 x 388 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

One Too Many Mornings, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 2 Teile, 121.5 x 388 cm

Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Honky Tonk Women, 2014

Carborundum-Technik und Acrylfarbe auf Papier, 123.5 x 248.5 cm


Alan Cristea Gallery, London, Foto: Peter White, FXP Photography

Zeicnungen, 2000–2009

Galerie Tschudi, Zuoz, Galleria Tucci Russo, Torre Pellice, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zeichnungen, 2000–2006

Galerie Tschudi, Zuoz, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zeichnungen, 2000–2006

Galerie Tschudi, Zuoz, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Circle of Memory Sticks, 1995

Weidenstöcke, Ø 350 cm, 250 sticks

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Richard Long

Ausstellungsansicht Skulpturenhalle, 2018

Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zeicnungen, 2002

Galleria Tucci Russo, Torre Pellice, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zeicnungen, 2000–2006

Galerie Tschudi, Zuoz, Galleria Tucci Russo, Torre Pellice, Lisson Gallery, London, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zeichnungen, 2006–2007

Galerie Tschudi, Zuoz, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Untitled, 2008

Porzellanerde auf Holz, 36 x 49 x 1 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

A Three Day Bicycle Ride, 1982

Siebdruck, 106 x 154 cm

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf, Foto: Stefan Hostettler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Richard Long

07.09.2018 – 16.12.2018
Kuratiert von Dieter Schwarz

 

Als Student wandte sich Richard Long von den traditionellen Formen der Skulptur ab und verlegte seine Arbeit in die Landschaft. Sein Medium sind Wanderungen in verschiedenste Weltgegenden, doch propagiert er nicht eine romantische Idee der Natur; sein Werk ist streng und realistisch.

Auf Texttafeln notiert Long erlebte Momente. Sie beschreiben nicht den zurückgelegten Weg, noch schildern sie Erlebnisse. Es sind Aufzählungen von Fakten, keine Poesie. Long setzt die Wörter wie Steine oder Holzstücke aneinander, es sind Skulpturen aus Sprache. Die Photographien von den Wanderungen zeigen Zeichen, die Long unterwegs vorgefunden oder hinterlassen hatte – durch wiederholtes Gehen ausgetretene Wege, Linien und Kreise aus Steinen. Ein Kreis aus Steinbrocken ist eine menschliche Spur innerhalb der Menge von Steinen in der Natur. Indem er die Steine aufhebt und sie in dieser Form wieder hinlegt, manifestiert sich der Wanderer. Solche Zeichen setzte Long auch in Galerie- und Museumsräume. Während die Steinhaufen und -kreise in der Natur aus den am Wegrand liegenden Brocken zusammengetragen wurden, suchte Long für die Ausstellungen Steinbrüche in der Region auf. Die Skulptur sollte wirken wie ein vertrautes Wegzeichen. Diesem Gedanken diente das elementare Material – neben Steinen verwendete Long auch Torfstücke und Schwemmholz – und die geläufigen Formen – Linien und Kreise.

Schlamm aus dem Fluss Avon bei seinem Wohnort Bristol und weiße Tonerde dienten Long für die Linien- und Kreiszeichnungen mit Daumenabdrücken. Als Grund nutzte er flache, gebrauchte Dinge, die er auf Reisen fand – Bleche, Holzpfosten, Zeltpflöcke und Schreibtafeln. Kürzlich arbeitete Long an großformatigen Druckgraphiken in der Carborundum-Technik, mit der sich malerische Wirkungen erzielen lassen. Die Titel der Drucke stammen von Longs favorisierten Songs. Wie die Steine, die Äste, die Fingerabdrücke überbringen die mit der Hand gemalten Drucke eine Spur menschlicher Präsenz in der Welt.

 

Dieter Schwarz