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Nacht, 2020

Gefärbter Edelstahl, Acrylfarbe auf Holztafel, Holzleiste, Gardine, 280 x 180 x 8 cm

Foto: Dejan Sarić

Erinna König

Ausstellungsansicht Skulpturenhalle, 2020

Foto: Dejan Sarić

Maama, Manama, Mammamia, 2000; Bettstatt, 2010

Frotteestoff auf Holz, Glas, 148,5 x 108 cm; Lackfarbe auf Blech, Holz, Gardine mit Messingringen, 230 x 195 x 11 cm

Foto: Dejan Sarić

Schatten, 1983; Der Weg, 1985

Teer auf Holz, Sechzehn Teile, je ca. 34 x 72 x 2 cm; Acrylfarbe auf Holz, Rollen, 7 x 312 x 100 cm

Foto: Dejan Sarić

Der Weg, 1985

Acrylfarbe auf Holz, Rollen, 7 x 312 x 100 cm

Foto: Dejan Sarić

Ohne Titel (Spiegel), 1969

Lackfarbe auf Holzrahmen, Spiegelglas, Kinderstuhl, Spiegel: 160,5 x 90 x 46 cm, Stuhl: 58,5 x 31,5 x 31,5 cm

Thomas Schütte, Düsseldorf, Foto: Dejan Sarić

Schräge Säule, 2019 (li)

Lackfarbe auf Holz, 262 x 70 x 36 cm

Foto: Dejan Sarić

Kalligraphie, 2019

Acrylfarbe auf Dibond, 215 x 232 cm

Foto: Dejan Sarić

Treppe, 2019

MDF, Acrylfarbe auf Holzsäule, 132 x 210 x 185 cm

Foto: Dejan Sarić

Machtpeter, 1991

Gebeiztes Holz, Sicherheitsglas, 202 x 102 x 55 cm

Foto: Dejan Sarić

Kreuzstich, 1984

Bemalte Gerüstbretter, 253 x 225 x 4,5 cm

Foto: Dejan Sarić

Haus, 1984

Verschiedene Materialien, 310 x 170 x 105,5 cm

Foto: Dejan Sarić

Brettersäule, 2019

Lackfarbe auf Holz, Aquarell hinter Acrylglas, 260 x 61 x 61 cm

Foto: Dejan Sarić

Brettersäule, 2019 (Detail)

Lackfarbe auf Holz, Aquarell hinter Acrylglas, 260 x 61 x 61 cm

Foto: Luise Heuter, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Erinna König

Ausstellungsansicht Skulpturenhalle, 2020

Foto: Dejan Sarić

Konisch-grünes Dreieck auf weißem Grund, 2010

Acrylfarbe auf grundiertem Tuch, 114 x 109 cm

Foto: Dejan Sarić

"A Whiter Shade of Pale", 2011

Acrylfarbe auf Holz, 72,5 x 44 x 4 cm

Max Schulze, Berlin, Foto: Dejan Sarić

Spieltischchen, 1969

Lackfarbe auf Holz, Holz, 55 x 26 x 26,3 cm

Foto: Dejan Sarić

Septemberbild, 2002

Acrylfarbe auf Holz, grundierte Leinwand, 54,1 x 59,4 x 2,6 cm

Thomas Schütte, Düsseldorf, Foto: Dejan Sarić

Produktionsteil Maske 2, 1989

Holzstange, Acrylfarbe auf Schweißermaske, 320 x 40 x 12 cm

Foto: Dejan Sarić

Ohne Titel (Tischchengruppe), 2018

Marmor, Holz, Kunststoff, neun Teile, von: 28 x 32 x 22,5 cm bis 74 x 80 x 36 cm

Foto: Dejan Sarić

Erinna König

Ausstellungsansicht Skulpturenhalle, 2020

Foto: Dejan Sarić

Objekte, Modelle und Skizzen, 1967–2020

Verschiedene Materialien

Foto: Dejan Sarić

Objekte, Modelle und Skizzen, 1967–2020 (Detail)

Foto: Dejan Sarić

Ohne Titel (Wandboard), 1999/2000

Holz, kunststoffbeschichtete Spanplatte, Glas, 126 x 64,5 x 16,7 cm

Foto: Dejan Sarić

Ohne Titel (Wandboard), 1999/2000 (Detail)

Holz, kunststoffbeschichtete Spanplatte, Glas, 126 x 64,5 x 16,7 cm

Foto: Dejan Sarić

A Blume, 1986

Gummireifen, Holzrahmen mit Goldauflage, Samt, 89 x 74,5 x 11,3 cm

Foto: Dejan Sarić

Lichtgitter, 1989

Holz, Glas, Metall, 33,3 x 45,5 x 13,5 cm

Foto: Dejan Sarić

“Die Musik des Zufalls”, Portrait, 2020

Pigmentdruck auf Büttenpapier, Auflage: 35 Exemplare, je : 100 x 80 cm

Foto: Dejan Sarić

Erinna König

bis 16.08.2020
Kuratiert von Dieter Schwarz

 

Betritt man Erinna Königs Ausstellung in der Skulpturenhalle, so sieht man sich in einer seltsam vertrauten Umgebung: Man erkennt Spiegel, Stuhl, Bettstatt, Gardine und andere Einrichtungsdinge; die Werke lehnen sich an Formate von Bildern und Plastik an. Weder handelt es sich um Malerei noch um Skulptur. Königs plastische Werke haben eine malerische Seite, und was malerisch erscheint, erweist sich als dinglich. Stets ist ein Gegenstand da, von dem aus die Künstlerin denkt und gestaltet.

In der Ausstellung treten wiederkehrende Elemente auf, drei Säulen, drei Kalligraphien und drei Masken, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausformung über den Raum hinweg miteinander sprechen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zu Teilen auf vorgefundenen Dingen basieren. Diese Teile sind so in das Werk eingearbeitet, dass der Ausgangspunkt kaum mehr erkenntlich ist. Erklären tun diese Bezüge nichts, es bleibt auch nicht beim Faktischen. König beobachtet die Welt, ist von manchen Gegenständen getroffen und versucht sie weiterzudenken – die Erfahrung zu objektivieren und zugleich ihr Geheimnis zu schützen. Sie definiert die Elemente eines Werks genau und sucht für die Herstellung ungewöhnliche technische Verfahren. Das Spektrum der Materialien ist weit und wiederholt sich kaum.

Die wie Schilder angebrachten Kalligraphien oszillieren zwischen dem Entzifferbaren und der freien Arabeske, so wie die teerschwarzen Schatten auf der Wand. Die Zeichen appellieren an den Blick. Dies tun die Falten des rosafarbenen Frotteetuchs, in denen man ein Antlitz vermutet, ähnlich der stoffdrapierten Nacht. In Erinna Königs Werken gibt es keine eindeutige Geschichte, die vorgetragen wird, kein Rätsel, das sich auflösen lässt. Aus den Fundstücken wird ein vieldeutiges Bild, eine Metapher, in der sich jedes Teil zu einem zuvor ungesehenen Ganzen fügt.

 

Dieter Schwarz

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Gefördert durch die Kunststiftung NRW